E-Autos der Schweiz: Blick in die Zukunft

Die Auswahl an Elektrofahrzeugen in der Schweiz nimmt zu: Doch welche Modelle gibt es überhaupt, wie sehen sie aus und was können sie?  Hier der letzte Teil unserer Serie: Ein Ausblick in die Zukunft.

Der neue Opel Ampera-e

Der Opel Ampera-e kommt im Sommer 2017 auf den Markt. Opel verspricht erstmals überhaupt für ein E-Auto der Mittelklasse mehr als 400 Kilometer Reichweite. Der Ampera-e hat damit das Zeug, die Elektromobilität einen grossen Schritt vorwärts zu bringen. Er bietet Platz für fünf Personen und 204 PS Leistung. Der neue Ampera-e erreicht zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Der Preis in den USA soll bei 37’000 Dollar liegen (dort wird das Auto unter dem Namen Chevrolet Bolt verkauft). Der europäische Preis ist aktuell noch nicht bekannt. Wir sind gespannt!

Der Neuste: Tesla Model 3

Auch Tesla bringt im 2017 ein neues Model raus: Das Model 3 von Tesla soll massentauglich und deshalb erschwinglich sein. Er hat eine Reichweite von 350 km bei einem Preis von umgerechnet 31 000 Euro. Die Form ist sportlich kompakt, mit kurzen Überhängen. Ein elegantes Glasdach zieht sich bis zum Heck. Das Auto entspricht offenbar dem Massengeschmack: Rund 400‘000 Personen haben das Auto zwischenzeitlich vorbestellt und dafür 1000 US-Dollar bezahlt.

Weil die Vordersitze weiter nach vorn konstruiert wurden, ist hinten auch Platz für drei große Erwachsene.  In nur 6 Sekunden auf 100 km/h – Tesla Fans freuen sich! Allerdings gilt der oben beschriebene Opel Ampera-e als grösster Konkurrent zum Tesla und wird voraussichtlich bereits vorher auf dem Markt erhältlich sein. Klar im Vorteil ist der Tesla gegenüber dem Bolt indessen bei der Ladeinfrastruktur: Während der Bolt vermutlich auf den Chademo-Standard setzen wird und damit möglicherweise auf 50 Kilowatt beschränkt ist, kann der Tesla neben Chademo auch die bereits erwähnten Tesla Supercharger nutzen, die bis 140 Kilowatt leisten und damit das Auto in Kürze füllen.

Was noch alles kommen wird: Ungewiss!

Der Erfolg von Tesla bringt mittlerweile auch andere Autohersteller auf den Geschmack: BMW beispielsweise hat sich alle Namen von i1 bis i9 schützen lassen und verspricht erhebliche Investitionen in den nächsten Jahren, sodass bis 2020 wohl mit neuen Fahrzeugen zu rechnen ist. Ob es der Elektro-Fiat 500 und der Chevrolet Spark EV über den Atlantik schaffen, ist dieweil unklar. Unklar ist auch der Ausgang des Saab-Experiments: Unter chinesischer Regie soll der schwedische Traditionshersteller wieder auferstehen – als reine Elektromarke.

Zu erwarten ist auf jeden Fall, dass die aktuellen Platzhirsche in der Mittelklasse (Leaf) die Reichweitensteigerungen von Chevrolet Bolt und Tesla Model 3 kaum unbeantwortet lassen werden: Hier dürfte sich also in den nächsten ein bis zwei Jahren einiges bewegen. Die neuen Reichweiten von 300-400 km bringen, verbunden mit leistungsfähigen Schnelllademöglichkeiten (Supercharger), den endgültigen Schritt der Elektromobilität zur Praxistauglichkeit. Auch angesichts der nun erheblich sinkenden Preise für E-Autos dürften die Verkaufszahlen deutlich anziehen. Renault bestätigte kürzlich, dass die Zoé mit einer 41-kWh-Batterie und 400 km Reichweite auf den Markt kommt. Sie ist bereits ab dem 1. Oktober bestellbar und rollt ab Januar 2017 dann über die Strassen. Einige Überraschungen erwarten uns sicher noch am Pariser Autosalon – wir sind gespannt!

 

Bilder über Webseiten der Hersteller

1 Kommentar
  1. Der Opel Ampera e wird nicht mehr produziert. Die Rentabilität ist nicht gegeben. Die noch vorhandenen Fahrzeuge werden mit einem Preisaufschlag von ca. 10% verkauft.

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