Wie die Elektromobilität smart wird

Die Schweiz ist auf dem Weg in Richtung nachhaltige Mobilität – dank E-Mobility. Um aber die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu fördern, muss dringend das Netz an Ladestationen ausgebaut und deren Handhabung vereinfacht werden. Genau dafür setzt sich swisscharge.ch mit innovativen Lösungen ein. Ein Interview mit Michael Graf, Leiter Finanzen und Services, von swisscharge.ch.

Worum geht es bei swisscharge.ch?
Wir machen die Elektromobilität smart. Dafür bauen wir gemeinsam mit unseren Partnern das attraktivste Ladestationen-Netzwerk der Schweiz auf. Dieses soll unabhängig vom Ladestationstypfunktionieren und dadurch den Alltag aller Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos erleichtern. Gleichzeitig ermöglichen wir es den Partnern, mit der Ladeinfrastruktur ihre eigenen Ideen und Geschäftsmodelle umzusetzen. Im Zentrum dieses Vorhabens steht die App swisscharge.ch.

Was kann die App?
Sie verrät Fahrerinnen und Fahrern in Echtzeit, welche Ladestationen in ihrer Nähe frei sind. Dort angekommen, können sie die Ladestation bequem mit der App oder der RFID-Karte freischalten. Dank unserer Vernetzung klappt das übrigens auch ausserhalb der Schweiz, an tausenden Ladestationen in Europa.

Und inwiefern profitieren die Betreiber der Ladestation?
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Betreiber von Läden, Tankstellen etc. Indem sie ihre Station ins Netz von swisscharge.ch einbinden, werden sie Teil des grössten Netzwerk Europas. Sie geniessen eine einfache Bedienung und können ihren Kunden eine komplett freie Preisgestaltung sowie sehr gute Konditionen anbieten. Zudem erhalten diese relevante Informationen über die Nutzung der Station in Form von Reportings. Alle diese Faktoren führen letztlich zu Mehrumsatz und einer stärkeren Kundenbindung. Da das Clearing bei swisscharge.ch inbegriffen ist, müssen unsere Partner nicht selber abrechnen, was den Service ideal abrundet. Aber nicht nur Ladenbesitzer können profitieren, sondern auch Immobilienbesitzer.

Wie genau?
Immer mehr Mieter besitzen ein Elektroauto und möchten es gerne bequem zu Hause aufladen. Allerdings genügt eine Steckdose allein aber nicht. Denn: Wer soll Zugang zur Ladestation haben? Wie werden die Stromkosten abgerechnet? Immobilienbesitzer bzw. Verwaltungen können diese Fragen elegant umgehen mit den Services von swisscharge.ch.

13 Kommentare
  1. Wen eine AXA in Winterthur 3.6 CRF /h und 0.26 CRF /kWh verlangt kann man nicht von (attraktivste Ladestationen-Netzwerk der Schweiz) reden.

      1. In Schaffhausen wahr es anfänglich auch so teurer das da stehen war teurer alls auf dem öffentlichen Parkplatz . Jetzt ist es ok 1.50 CHF/h und 0.26 CHF / kWh

    1. Dem kann ich nur beipflichten. In Stäfa (Seeplatz) das gleiche Problem. Für 2 Std. laden mit dem Tesla (11KW), 22KWh ergibt ca.100 km Reichweite und kostet 19 CHF. Da war ich mit meinem alten Benziner billiger dran. Warum rechnet man nach Zeit ab und nicht nach erhaltenen KWh?

      1. Hallo Jacqueline,

        Vielen Dank für dein Feedback. Der Zeittarif ist eine normale Parkgebühr. Rechnet man nur nach kWh ab, kann der Ladeplatz stundenlang durch ein E-Auto besetzt sein, welches nicht am laden ist.

        Bei weiteren Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung.

        Beste Grüsse
        Michael von swisscharge.ch

        1. Hallo Michael. Für mich geht die Rechnung so nicht auf, da ich für den Parkplatz für die 2 Std. zusätzlich bezahlt habe. Nach der bezahlten Parkzeit musste ich sowieso weg mit dem Wagen, sonst riskiere ich eine Parkbusse. Grüessli Jacqueline

          1. Ok, dann wird der Ladestationsbetreiber eine zusätzliche Gebühr für die Nutzung der Ladestation verlangen, welche nicht in den kWh-Preis eingerechnet ist.

  2. Laden ist nicht tanken und es muss nicht immer schnell gehen. Prima wenn es ein paar schnelle Ladestationen gibt – oft wäre auch „destination charging“, d.h. langsames laden am Zielort zu moderaten Preisen hilfreich. Ich stehe oft den ganzen Tag am Parkhaus Badischer Bahnhof in Basel, da ich in der Nähe arbeite. Eine langsame 3,7 oder 11 kW Lademöglichkeit würde es für mich tun, leider gibt es gar keine Lademöglichkeit. Für 8SFR/h an eine öffentliche Ladestation zu stehen bei 9h Abwesenheit ist zu teuer. Gruss aus dem grossen Kanton 😉 Ralf

    1. Hallo Ralf,

      Vielen Dank für dein Feedback. Das sehen wir auch so und setzen uns dafür ein, dass es möglichst viele „destination charger“ gibt.

      Wir wünschen dir einen guten Start in die Woche und beste Grüsse
      Michael von swisscharge.ch

  3. Ich wollte letzthin am Bahnhof in Brig meinen Volvo V60 Plugin Hybrid laden, leider passte der Stecker nicht. Gibt es da einmal eine einheitliche Lösung?

    1. Hallo,

      Ja, für das Endstück des Kabels ist dies der Typ 2-Stecker für langsames und mittel-schnelles Laden sowie der CCS oder ChaDeMo-Stecker für Schnellladungen. Der Haushaltsstecker kann nur bei wenigen Ladestationen eingesetzt werden.

      Die swisscharge.ch App zeigt nur die Ladestationen an, welche mit dem gewünschten Steckertypen ausgerüstet sind und falls diese nicht ausreichen verkauft unser Partner http://www.schnellladen.ch eine vielzahl von Ladekabeln und Adaptern.

      Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

      Beste Grüsse
      swisscharge.ch Team

  4. Wenn ein Zeittarif verrechnet wird, wäre es doch nichts als fair, wenn für die Zeit während des Ladens nicht noch zusätzlich ein Parkticket gelöst werden muss. Gibt es diesbezüglich schon Merkblätter an die vollstreckenden Behörden?
    Mit meinem „alten“ e-Golf kann ich an Typ 2 Systembedingt max. 3.6 kW laden, von da her finde ich (beinahe) jegliche Zeittarife schon mal ziemlich unfair, da ich oft mehr für die Zeit als die bezogene Energie bezahlen müsste. An (DC/Triple-) Schnellladern (wo die meisten Fahrzeuge vergleichbar schnell Laden können) bin ich selbstverständlich auch froh, wenn niemand übermässig lange die Station besetzt und im allgemeinen wäre ich auch ein Fan von Strafgebühren, wenn eine Station/ein Parkplatz besetzt wird ohne zu laden.
    ABER ein Zeittarif an Typ 2 zeugt von der Tatsache, dass entweder die Betreiber sich unzureichend mit der Materie befasst haben (Ein einziges Fahrzeug-Modell kann Serienmässig mit Typ 2 22kW oder mehr Laden) oder schlicht kein Interesse daran haben, dass jemand dort sein Fahrzeug auflädt.

    1. Hallo,
      Nein, es existieren meines Wissen keine Merkblätter. Die Benutzungsgebühr ist an gewissen Orten unabhängig von der Parkgebühr, weil a) die Ladeinfrastruktur zusätzlich finanziert werden muss oder b) der Parkplatzbetreiber nicht auch der Ladestationsbetreiber ist. Die Festsetzung der Preise ist für die Ladestationsbetreiber nicht ganz einfach, da es verschiedene Interessen gibt. Es wir aber zukünftig auch Möglichkeiten geben, dass der Zeittarif zu Beginn tief oder gratis ist und mit der Zeit ansteigt.

      Beste Grüsse
      Dein swisscharge.ch – Team

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